Mittwoch - 18.07.


Nanu? Der Himmel ist bedeckt. Aber Entwarnung: Die Wetter-App sagt "alles gut". Bewölkt, aber sonnig mit 25 Grad. 


Sommer!!!!
Noch schläft alles oben (9.14 Uhr).

Aber ich werde gleich mal Krach machen und den Rasen (das, was davon übrig ist) mähen. 

Und dann schauen wir mal, wie wir den Tag verbringen. 

Wie gesagt: erstmal müssen wir ein paar Punkte beim Frühstück ansprechen. Mal sehen, wie die Stimmung dann ist.

…….. 

Und die Stimmung war dann nicht mehr so gut. 

Es ging natürlich um das Handyverhalten, den Vertrauensbruch bezüglich der Absprache, das Einhalten von (minimal vorhandenen) Regeln, das heftige Abtauchen gestern Abend ("muss auf's Klo"), um zu chatten und auch den Umgang mit Oma.

Harter Stoff. Und gerade das "Pupertier" hat es dabei in seinem jetzigen "Zustand" nicht gerade leicht. Aber die eskalative Situation gestern Abend, mit der Weigerung, das Handy runterzubringen, machte die Aussprache notwendig.

Auch für uns, um festzustellen, wo wir Fehler gemacht haben. 

Interessanterweise ging gerade Paulina mit der Situation am besten um. Sie hielt in dem Gespräch die ganze Zeit Blickkontakt, war selbstkritisch, konnte aber auch analysieren und umgekehrt Punkte an uns anbringen. Das war für eine 10-jährige ein beeindruckendes Verhalten. 

Für Ika war die Situation nicht so einfach zu verarbeiten. Spür- und sichtbar.

Wir waren dann selber erschrocken über die vorgegebene Begründung, warum das Handy immer in der Nähe sein sollte: Als Absicherung, falls etwas passiert - auch wegen der Kleidungsdiskussion, die wir letztes Jahr hatten und der Furcht, die damit schon vor dem Beginn der Ferien bei uns bestand.

Davon hatten wir keine Ahnung. Und unabhängig davon, dass hier natürlich auch ein gut platzierter Vorwand genutzt wurde, musste darin ein Kern Wahrheit stecken. 

Das verstörte uns und machte deutlich, dass wir über die wesentlichen Dinge viel zu wenig sprechen. Auch und vor allem mit den Erwachsenen.

Leider kamen wir zu keinem Abschluss. Ika wollte die Situation mit ihrer Mutter besprechen - und war dann verschwunden. 

Zu unserer Überraschung stellten wir dann fest, dass der Plan der Rückreise nach Darmstadt bereits vorher geändert und auf Freitag gelegt wurde. Kein Besuch mehr bei Christa. Im Angesicht der heutigen Krise war diese verfrühte Abreise vielleicht sogar passend. Aber dann auch wieder nicht, weil es das notwendige wieder Zusammenfinden nach dem heutigen Gespräch verkürzte und damit erschwerte. Ganz abgesehen davon, dass wir unseren Freitag-Plan (Bad Segeberg) wieder canceln und stornieren mussten.

Und wie geht es jetzt weiter? - Mal sehen... 

Um den Tag nicht ganz verloren zu geben, haben wir dann gemeinsam beschlossen, nach Hamburg zum Abendessen zu fahren und bei der Gelegenheit mein neues Büro zu besuchen. … und das war eine gute Idee!






Um 17.00 Uhr waren wir in der City und fuhren direkt zum neuen Büro. Vor allem der Blick von der genialen Dachterrasse (der derzeit beste Blick auf die Stadt!) begeisterte alle und fuhr die Emotionen wieder etwas runter.

Sogar meine Kollegen waren noch da (klar) und so konnte in unserer Lounge noch ein-zwei leckere Kakaos genommen und ein Plausch mit den Kollegen geführt werden (die Bestnoten in Sachen Freundlichkeit bekommen haben).


Watermark Gebäude



Dann ging es ins "Mamson" (Mongolisches Buffet) zum Futtern. Wir hatten alle Kohldampf.




Und unser Verdauungsspaziergang führte uns dann durch die neue HafenCity noch zur Elbphilharmonie, wo wir den Vergleichsausblick (30 Meter tiefer als im Watermarkgebäude) von der "Plazza" nochmal prüften.









Wir fuhren dann (auch Baustellenbedingt) über Harburg zurück, "genossen" den zumindest interessanten Look von Hafen- und Industrieruinen-Romantik im Abendlicht und waren um 22.00 Uhr wieder daheim. 

Dann noch mit ausreichend Zeit für Katerversorgung und "Chatt-Check". Und Punkt 23.00 Uhr (verlängert) lagen die Handys unten in den Ladestationen und ein paar Minuten später waren alle Bettfertig. 

So endete dieser Tag dann doch noch harmonisch.







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